Carine Naramudi
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Beziehungen
Zwischenmenschliche Beziehungen verlaufen oftmals problematisch. Gekrönt
von Missverständnissen enden sie in einer Katastrophe und niemand weiß, wie
es dazu kommen konnte.
Wechselseitige Beziehungen wären optimal, entsprechen aber nicht dem
üblichen Standard. Es gibt drei Basismodelle:
a) In der abhängigen Beziehung beuten die Partner einander aus, benutzen und
erniedrigen sich gegenseitig und hängen wirtschaftlich voneinander ab. Eigentlich
ist dies der Prototyp für eine Anti-Beziehung und dennoch finden sich in allen
Kulturen Paare, die diese Form über lange Lebensstrecken aushalten.
b) In der unabhängigen Beziehung ist kein Zusammenleben möglich, weil beide
Partner unter dem Deckmantel der Freiheit rücksichtslos ihr eigenes Leben führen
wollen. Gleichgültigkeit dominiert diese Beziehung. Es gibt Berührungspunkte,
die oberflächlich bleiben.
c) In der wechselseitigen Beziehung bewegen sich zwei Menschen aufeinander zu,
sie interessieren sich füreinander und fördern sich gegenseitig. Die Synchronizität
ihrer lebendigen Lebensweise verbindet sie miteinander. Berührungspunkte haben
Tiefgang.
Beziehungen scheitern an der Kommunikationsfähigkeit, am Verständnis und
einem Mangel an Liebe. Der perfekte Partner ist eine Illusion, wenn durch ihn
sichergestellt werden soll, dass die Beziehung reibungslos verläuft. Jeder Partner
ist perfekt, solange du ihn nicht "brauchst" um dich selbst perfekt zu fühlen. Egal,
mit wem du zusammenlebst, es geht dabei immer nur um deine eigene Einstellung.
Alles, was du mit in die Beziehung bringst, sind Erfahrungen aus der Vergangenheit,
die absolut nichts mit der neuen Partnerschaft zu tun haben. Alles, was du dir erträumst
und erhoffst, hat ebenfalls nichts mit dieser Verbindung zu tun. Allein der jetzige
Ist-Zustand entscheidet, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt. Du gibst
Energie in eine negative Sache und erntest mehr Negatives oder du gibst dem
Positiven Raum.
Zahlreiche Menschen suchen ihr Leben lang den richtigen Partner und finden ihn
nicht. Sie strahlen Signale aus, von denen die falschen Menschen angezogen werden,
ohne dass ihnen das bewusst ist. Wären sie aufmerksam, würden sie erkennen, dass
der "Fehler" von ihnen selbst verursacht worden ist. Es kann nicht eintreffen, was wir
nicht wollen.
Manche Menschen sind zusammen, weil sie nicht einsam sein wollen. Sie fürchten
sich davor, allein zu sein. Der Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein ist
ihnen jedoch nicht bewusst. Einsamkeit ist ein negatives Gefühl. Es täuscht vor,
dass es möglich wäre, einen Teil von der gesamten Existenz zu trennen. Dies ist
eine Lüge. Niemand kann die Welle vom Meer trennen. Alleinsein ist objektiv gesehen
nicht möglich, da niemand für sich isoliert lebensfähig wäre. Temporäres Alleinsein
ist lebensnotwendig, zur Selbstbesinnung und zum Kraftschöpfen aus der eigenen
Quelle. Einsamkeit ist ungewolltes Alleinsein, das als Ausstoßen aus einer Gruppe
oder Gemeinschaft empfunden wird. Wird das notwendige Maß an sozialen Kontakten
unterschritten, treten psychische Erkrankungen auf. Subjektiv leiden dieser Mensch
an einem Mangel. Im Laufe der Zeit werden sie unfähig von sich aus Kontakte zu
knüpfen.
Mitmenschliche Beziehungen sind durch nichts zu ersetzen. Intensive Kontakte mit
Tiefgang spenden Energie und Freude. Im Umgang miteinander erhalten wir neue
Inspiration und Lebensmotivation. Du fühlst dich gut, wenn du Einsamkeit vermeidest,
aber du fühlst dich schlecht, wenn du dem Alleinsein aus dem Weg gehst. Definiere
Alleinsein nicht als Verlassenheit, denn das ist es nicht. Nenne das Alleinsein Insel
der Erholung, denn du schöpfst Lebenskraft aus ihr. Fühlst du dich einsam, ist das ein
Hinweis auf die Notwendigkeit einer Verhaltensveränderung.
Mediationen können die Kommunikation wieder in Gang setzen.
Paar- und Gruppensitzungen á 60 Minuten, je nach Bedarf.
Lernen Sie die Sprache der Liebe um Missverständnisse zu
vermeiden. Konfliktlösungsstrategien, Streitkultur und Anti-
Aggressionstraining. Bereiten Sie dem Schweigen ein Ende und
finden Sie Worte, die Ihr Partner versteht. Arbeiten Sie gemeinsam
an Ihrer Beziehung. Gerne unterstütze ich Sie dabei!